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Was ist der Westwall?

Der Westwall oder auch „Siegfried-Linie“ war ein militärisches Verteidigungssystem bestehend aus ca. 18.000 Bunkern, Stollen, Gräben und Hindernissen. Entlang der deutschen Grenze im Westen wurde eine ca. 630 km lange Festungsanlage gegen die Alliierten-Truppen gebaut. Von der Niederländischen Grenze von Kleve bis an die Schweizer Grenze bis fast nach Basel haben die Deutschen Truppen „Den stärksten Wall aller Zeiten“ (Adolf Hitler) gebaut.

Bauzeit

Erste Überlegungen für einen Bau einer Festungsanlage gab es schon im Ersten Weltkrieg. Die Umsetzung wurde allerding vom Vertrag von Versailles untersagt. So wurde die Umsetzung einer Festungsanlage erst unter der Führung Adolf Hitlers durchgeführt. Nach ersten zivilen und streng geheimen Erkundungen der Stecke, konnte dann zwischen den Jahren 1938 und 1940 der Westwall errichtet werden.

Nutzung

Die primäre Aufgabe des Westwalls war es, dass deutsche Reich vor Angriffen der Alliierten zu schützen und dieses gegebenenfalls zu Verteidigen. So hatte er eine militärische Bedeutung für das Deutsche Reich und sollte für außenstehende eine abschreckende Wirkung haben. Allerdings wurde der Westwall schnell als Propagandamaßnahme genutzt. Demonstriert werden sollte die Modernität, Macht und Stärke.
Die Regierung hat es letztendlich geschafft eine wesentlich höhere propagandistische Wirkung als eine militärisch-taktische zu erhalten.

Während des Krieges

Nach dem raschen Bau des Westwalls wurde er im Jahr 1944 tatsächlich als Verteidigungslinie eingesetzt. Die Alliierten haben das Deutsche Reich, welches deutlich überlegen war, zaghaft angegriffen. In der Zeit, in der die Bauwerke noch nicht als Verteidigungsschutz dienten, wurden ausschließlich die B-Werke gewartet, die anderen Werke (A-, C- und D-Werke) wurden Zweckentfremdet und als Lagerplatz genutzt. Die deutschen Truppen hatten dann allerdings ein Problem. Als es tatsächlich zu einem Angriff der Alliierten kam, mussten sie improvisieren, wie sie die Linie verteidigen konnten. In den vier Jahren, in denen die Bauwerke nicht zur Verteidigung genutzt wurden, hat sich die Waffentechnik erheblich verändert. Allerdings konnten die Bauten auch nicht umgerüstet werden, da dafür Baustoffe, Werkzeuge und Geräte fehlten.

Im Jahre 1945 ist der Westwall gefallen und der Weg ins Reichsinnere war freigegeben. Nachdem die Deutschen dann die Verteidigungslinie verlassen hatten, haben die amerikanischen Truppen den Westwall besetzt. Diese wurden anschließend von Französischen Truppen abgelöst. Am 6. Dezember 1945 wurde dann vom französischen Kontrollrat beschlossen, alle deutschen Befestigungswerke sprengen zu lassen. Systematisch wurden ab 1946 ca. 12000 Bunker, 200km Höckerlinie gesprengt und 400 km2 Minenfelder geräumt.

Westwall heute

Nach den Sprengungen ist von der ehemals massiven Festungsanlage nicht mehr viel übrig geblieben. Die Bunker, Stollen und ähnliches, die noch erhalten geblieben sind, sind in ihrer Existenz sehr stark bedroht. Teilweise ist es Forschern und Denkmalschützern gelungen kleine Teile des Westwalls unter Denkmalschutz zu setzten. Leider gibt es kaum Kennzeichnungen, Wegweisungen und Katalogisierung der erhaltenen Plätze. Wenn es welche gibt, sind diese meist nur regional. Ein weiteres Problem ist Vandalismus der vermehrt in den verlassenen Plätzen durchgeführt wird, sodass genaue Koordinaten ungern preisgegeben werden.

DER WESTWALL

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